Michas Neckarwellen

Michas Neckarwellen - eine Alternative zur Donauwelle

Meine Donauwellen-Variation hat’s nicht nur kalorisch in sich – sie besticht auch durch einen würzig-aromatischen, saftigen Rührteig, eine feine Vanille-Buttercreme mit Rum und den Geschmack von Kirschen und feiner Nougat-Schokolade.

Das A und O beim Backen dieser Köstlichkeit sind genügend Zeit, beste zimmerwarme Zutaten und die korrekte Abfolge der Schritte beim Zubereiten.

Zutaten

Für ein normalgroßes Backblech benötigst du

für den Rührteig:

  • 700 g Sauerkirschen (Abtropfgew.)
  • 250 g weiche Butter
  • 220 g Zimtzucker
  • 1 Pck. Vanillin-Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 1/2 TL Kurkumapulver
  • 1 Msp. Gewürznelkenpulver
  • 1 Msp.  Anispulver
  • 5  Eier (Größe M)
  • 375 g Weizenmehl
  • 3 gestr. TL hochwertiges Backpulver
  • 20 g feines Trinkschokoladenpulver
  • 1 EL Milch (zum Verrühren)

für die Buttercreme:

  • 500 ml Vollmilch
  • 1 Pck. gutes Vanillepuddingpulver
  • 100 g gesiebter Staubzucker
  • 250 g weiche Butter
  • 1 EL Rum (alternativ: 5 Tr. Rum-Aroma)

für den Schokoguss:

  • 150 g Zartbitterschokolade
  • 200 g Nougatschokolade
  • 2 EL geschmolzenes Kokosfett
  • weiße Schokoraspeln (zum Bestreuen)
  • geröstete Haselnusskerne (zum Bestreuen)

Zubereitung

1. – Teigboden anrühren und backen:

  1. Lasse die Sauerkirschen in einem feinmaschigen Sieb gut abtropfen. Fange den Saft zwecks anderweiliger Verwendung auf.
  2. Fette dein Backblech gut mit Butter oder Margarine aus.
  3. Heize deinen Backofen auf ca. 180° C (Ober-/Unterhitze), 170° C (Gasofen) oder 160° C (Umluft) vor. In der Zwischenzeit:
  4. Butter oder Margarine in einer Rührschüssel mit einem Mixer (Rührstäbe) geschmeidig rühren. Nach und nach Zucker, Vanillin-Zucker, Gewürze und Salz unter Rühren hinzufügen, bis eine gebundene Masse entsteht. Jedes Ei etwa 1/2 Min. auf höchster Stufe unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und in 2 Portionen kurz auf mittlerer Stufe unterrühren.
  5. Knapp 2/3 des Teiges auf das Backblech streichen. Trinkschokolade sieben, mit Milch unter den übrigen Teig rühren und gleichmäßig auf dem hellen Teig verteilen.
  6. Die Sauerkirschen kurz auf Küchenpapier legen, anschließend auf dem dunklen Teig verteilen und mit einem Löffel leicht in den Teig drücken. Das Blech in den Backofen schieben.
  7. Unter ständiger Sicht- und Temperaturkontrolle backst du nun den Boden für ca. 40 Minuten aus. Er soll gut aufgehen und durchbacken, aber nicht zu trocken werden! Mache nach 2/3 der Backzeit die Stäbchenprobe. Stich dazu einen dünnen Holzspieß in den Kuchen. Wenn beim herausziehen nichts mehr daran kleben bleibt, dann ist der Boden fertig gebacken.
  8. Nimm den fertigen Kuchenboden aus dem Ofen und lasse ihn auf Zimmertemperatur abkühlen. Bereite derweil die Creme für die Füllung vor:

2. – Buttercreme zubereiten:

  1. Puddingpulver mit 100 g Zucker in einem Schälchen vermischen. Mit mind. 6 EL von 500 ml kalter Milch nach und nach anrühren.
  2. Die übrige Milch in einem Topf sprudelnd aufkochen und vom Herd nehmen. Das angerührte Puddingpulver mit einem Schneebesen einrühren, den Topf wieder auf den Herd stellen und bei mittlerer Hitze den Pudding 1 Min. unter kräftigem Rühren köcheln lassen.
  3. Den Pudding in eine Schüssel füllen, die Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie belegen (so bekommt der Pudding keine Haut) und bei Zimmertemperatur erkalten lassen.
    Die Butter ebenfalls bei Zimmertemperatur lagern. Pudding und Butter sollten unbedingt später beide Zimmertemperatur haben, da die Buttercreme sonst gerinnt und ausflockt.
  4. Weiche Butter mit dem Mixer (Rührstäbe) geschmeidig rühren. Den erkalteten Pudding nach Zugabe von Rum durchrühren und esslöffelweise unterrühren.
  5. Den inzwischen erkalteten Kuchenboden gleichmäßig mit der Buttercreme bestreichen und die Neckarwellen etwa 1 Stunde kalt stellen.

3. – Schokoguss zubereiten und aufbringen:

  1. Auf dem noch warmen, halbflüssigen Schokoguss nun weiße Schokoraspeln und geröstete Haselnussstückchen verteilen.
  2. Schokoguss abkühlen lassen, danach die Neckarwellen nochmals für 1 Std. im Kühlschrank herunterkühlen, damit alles schön fest bleibt.

4. – Kuchen servieren

  1. Nimm die Neckarwellen etwa 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank.
  2. Schneide die Neckarwellen mit einem scharfen Messer in portionsgerechte Stücke.
  3. Verteile sie nach Bedarf auf kleine Kuchenteller und serviere sie zu starkem, aromatischen Kaffee.

Guten Appetit!


Du magst meine Rezepte und backst sie gerne nach? Dann freue ich mich über einen kleinen Obolus für meine Küchen-Kasse. Besten Dank!  🙂

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Espresso-Soda

Espresso-Soda auf Eis

Dieser kalte Kaffee ist alles Andere als langweilig!

Zutaten:

  • 600 ml kalter Espresso oder Cold Brew
  • 4 EL Ahornsirup
  • 1 Prise gemahlener Zimt
  • 1 l Sprudelwasser
  • Eiswürfel nach Bedarf

Zubereitung:

  1. Espresso, Zimt und Ahornsirup gut miteinander verrühren
  2. Ein hohes Glas zu 2/3 mit Eiswürfeln auffüllen
  3. Glas jeweils zur Hälfte mit Espressomischung und Sprudelwasser auffüllen

Spaghetti alla Puttanesca

Spaghetti alla Puttanesca Hurenspaghetti

Das Originalrezept für Spaghetti alla Puttanesca (oft als „Hurenspaghetti“ bezeichnet) stammt aus Neapel und zeichnet sich durch seine intensiven, salzigen Aromen aus. Das Geheimnis liegt in der Kombination aus Oliven, Kapern und Sardellen.

Warum „Hurenspaghetti“?

Der Name leitet sich von puttana (italienisch für Prostituierte) ab. Eine Legende besagt, dass das Gericht von neapolitanischen Bordellbesitzerinnen erfunden wurde, da es schnell geht, aus haltbaren Zutaten besteht und einen intensiven Duft verbreitet, um Kunden anzulocken.

Zutaten (für 2 Personen)

  • 200-250 g Spaghetti
  • 2-3 EL gutes Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen (in dünne Scheiben geschnitten)
  • 5-6 Sardellenfilets (in Öl, fein gehackt)
  • 1 TL Chiliflocken (oder 1-2 frische Chilischoten)
  • 1 Prise Zucker
  • 1 EL italienische Kräutermischung
  • 2 EL Kapern (in Salz oder Essig)
  • 100 g schwarze Oliven (am besten Gaeta-Oliven, entsteint)
  • 400 g geschälte Tomaten (Dose, hochwertige Qualität)
  • Frische Petersilie (gehackt)
  • Optional: 1 TL Tomatenmark, etwas Pfeffer (Salz wird oft nicht benötigt, da Sardellen und Oliven salzig genug sind)

Zubereitung

  1. Vorbereitung: Knoblauch schneiden, Sardellen hacken, Oliven halbieren und Petersilie hacken.
  2. Aromenbasis: Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Knoblauch, Chili und Sardellenfilets bei mittlerer Hitze andünsten, bis die Sardellen fast zerfallen sind.
  3. Sauce: Kapern, Oliven, Kräutermischung und die Tomaten hinzugeben. Die Tomaten mit einem Kochlöffel leicht zerdrücken. Die Sauce für ca. 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis sie leicht eindickt.
  4. Pasta kochen: Während die Sauce köchelt, die Spaghetti in reichlich, leicht gesalzenem Wasser al dente kochen.
  5. Vereinen: Die Spaghetti direkt aus dem Wasser in die Pfanne zur Sauce geben. Ein kleiner Schluck Pastawasser sorgt für Bindung. Alles gut durchschwenken.
  6. Servieren: Mit frischer Petersilie bestreuen und heiß servieren.

Du magst meine Rezepte und kochst sie gerne nach? Dann freue ich mich über einen kleinen Obolus für meine Küchen-Kasse. Besten Dank!  🙂

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Landtagswahlen und der neue Krieg in Nahost

Explodierende Energiepreise oder: Sie brauchen noch gute Gründe, um weder die CDU, noch die vorübergehend bestandgeschützte, aber immer noch glasklar rechtsextreme AfD zu wählen?

Nun, bei der AfD ist die Entscheidung für jeden demokratisch orientierten Bürgern ohnehin klar: Unwählbar. Diese Partei möchte unsere Demokratie von innen heraus abschaffen, ist konzept- und verantwortungslos und rechtsextrem in den Grenzen von 1933. Damit nicht genug, stellt sich die AfD gegen jede Form von erneuerbarer Energie und möchte die Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energien – und damit von Kriegsverbrecherstaaten wie Russland aufrecht erhalten und sogar noch ausbauen.
Bei der CDU schaut es aber nicht anders aus. Auch die CDU wehrt sich vehement gegen erneuerbare Energien und hat alle diesbezüglichen Fortschritte rückgängig gemacht, die in den letzten 3 Jahren erreicht werden konnten. Dafür soll unser Land nach dem Willen der CDU weiter in Abhängigkeit von fossilen Energien und damit von zuliefernden Ländern bleiben. Den Preis zahlen Sie als Bürger.
Niemandem ist entgangen, dass nach Beginn des neuen Krieges im Iran die Energiepreise schon jetzt explodiert sind und sich in vielen Bereichen bereits um 44% erhöht haben – und das ist nur ein Anfang. Der Krieg in den Golfstaaten weitet sich aus und ein schnelles Ende ist nicht zu erwarten. Das setzt eine Spirale in Gang, bei der durch die Verknappung von fossilen Energien wie Erdöl und Erdgas die Energiepreise drastisch steigen und auch den Strom weiter verteuern. Die Zeche zahlen zunächst Sie, aber auch die Industrie unseres Landes – und das führt unweigerlich zu einer Steigerung der Inflationsrate und somit zum Verlust Ihrer Kaufkraft. Die Wenigsten unter Ihnen werden dann noch in der Lage dazu sein, weiterhin mobil zu bleiben, im Warmen zu sitzen und über einen gut gefüllten Kühlschrank zu verfügen.
Bitte wählen Sie bei den kommenden Landtagswahlen nicht sehenden Auges Parteien, die unser Land zugunsten einiger Weniger in den Abgrund stürzen. Wählen Sie vorausschauend und weise. Wählen Sie demokratische Parteien, die sich gegen den gegenwärtigen Wahnsinn engagieren. Wählen Sie nicht die AfD und auch nicht die CDU – beide Parteien sind zwei Seiten der selben rostigen Medaille.
Vielen Dank, dass Sie sich für die Zukunft unseres Landes entscheiden!
Michael Bergmann,
im März 2026

„Serbisches“ Reisfleisch nach einem Altwiener Rezept

Für das Reisfleisch:

• Schnitzel, Schweinenacken oder Schulter
• Selchspeck, Räucherspeck oder Bauchspeck
• Zwiebeln
• Rote Paprikaschoten
• Tomaten oder Tomatenmark
• Knoblauch, Chilischote (optional)
• Paprikapulver (edelsüß, gern teils scharf)
• Ajvar (mild oder scharf) • Reis (Langkorn oder Parboiled)
• Heiße Rinderbrühe (stark)
• Butterschmalz, Schweineschmalz oder neutrales Öl
• Salz, Pfeffer, Majoran, Kümmel
• Frische Petersilie zum Servieren

Zum Servieren (optional):

• Ajvar, Sauerrahm

Zubereitung:

  1. Ofen vorheizen, Fleisch würfeln, Gemüse vorbereiten, Brühe erhitzen.
  2.  Selchspeck im gusseisernen Topf oder der Tajine auslassen, Zwiebeln langsam goldgelb rösten – das ist deine Geschmacksbasis.
  3. Paprika, Knoblauch, Chili und Tomaten/Tomatenmark zugeben, dann das Fleisch in der Zwiebelmischung schmoren.
  4. Mit Paprika, Salz, Pfeffer, Majoran, Kümmel würzen und Ajvar einrühren.
  5. Mit heißer Brühe aufgießen und das Fleisch erst zugedeckt, dann offen im Rohr schmoren, bis alles schön sämig ist.
  6. Reis untermischen, mit der restlichen Brühe bedecken und im Ofen fertig garen, bis der Reis weich und locker ist.
  7. Zum Schluss kurz im heißen Rohr „anbraten“, damit der Reis außen leicht trocknet und sich eine feine Kruste bildet.
  8.  Mit Petersilie bestreuen und mit Ajvar oder Sauerrahm servieren.

Du magst meine Rezepte und kochst sie gerne nach? Dann freue ich mich über einen kleinen Obolus für meine Gewürze-Kasse. Besten Dank!  🙂

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Ukulele mikrofonieren

Um eine Ukulele optimal zu mikrofonieren, nutzt man am besten ein Kondensatormikrofon, positioniert es etwa 18 Zoll (ca. 45 cm) entfernt, leicht seitlich und auf Höhe des 12. Bundes (Sopran-Ukulele), bei anderen Bauformen ebenfalls im Bereich des Übergangs vom Hals zum Korpus, um einen ausgewogenen Klang aus Saiten- und Korpusgeräuschen zu erzielen. Wichtig ist auch, die Ukulele vorher richtig zu stimmen (G-C-E-A) und über Kopfhörer die optimale Mikrofonposition zu finden, die den gewünschten Sound liefert, ohne zu boomig zu klingen oder zu viel Griffgeräusch zu haben.

Mikrofonpositionierung

  • Mikrofon-Typ: Ein Kondensatormikrofon ist ideal für feine Details.
  • Entfernung: Beginne ca. 45 cm (18 Zoll) entfernt.
  • Ausrichtung: Ziele auf den Bereich des Griffbretts um den 12. Bund.
  • Winkel: Positioniere das Mikrofon leicht seitlich (nicht direkt auf das Schallloch oder die Saiten), um eine gute Balance zwischen Saiten- und Korpusklang zu bekommen

Resonatorgitarre mikrofonieren

Um eine Resonatorgitarre (Dobro) optimal zu mikrofonieren, platziere ein Kondensatormikrofon mit Nierencharakteristik etwa 23 cm über dem Halsansatz, zwischen Steg und Schallloch, für einen ausgewogenen Klang, oder experimentiere mit Positionen Richtung Korpus für mehr Wärme und Hals für mehr Klarheit, idealerweise mit einer Halterung, um Griffgeräusche zu minimieren und direkt am Schallloch für mehr Lautstärke. Kombiniere ein Mikrofon mit einem eingebauten Tonabnehmer für Live-Situationen.

Grundlegende Platzierung (Studio & Live)

  • Ideale Position: Positioniere das Mikrofon knapp über dem Halsansatz der Dobro (ca. 23 cm), genau zwischen Steg und Schallloch.
  • Klangvariation:
    • Mehr Wärme/Fülle: Mikrofon näher zum Korpus richten (Richtung Schallloch).
    • Mehr Klarheit/Brillanz: Mikrofon Richtung Halsansatz bewegen.
  • Griffgeräusche: Die Positionierung beeinflusst Griffgeräusche. Experimentiere, um die gewünschte Balance zu finden.
  • Lautstärke: Eine Ausrichtung direkt auf das Schallloch maximiert die Lautstärke. 

Spezielle Tipps für Instrumentenmikrofone

  • Anbringen: Nutze spezielle Befestigungssysteme (z.B. mit Schwanenhals), um das Mikrofon am Instrument zu fixieren, wie z. B. das DPA 4099.
  • Positionierung am Instrument: Platziere es dort, wo der Klang am besten ist, oft am Übergang zwischen Griffbrett und Korpus (ca. 12. Bund).

Studio-Tipps

  • Kombination: Für den besten Sound werden oft ein Mikrofon (z.B. Kondensatormikrofon) und ein Tonabnehmer gemischt, um Rückkopplungen zu vermeiden und natürlichen Klang zu erzielen.
  • Phasenlage: Bei der Verwendung von mehreren Mikrofonen ist die Phasenlage zu beachten. Dies ist bei der Dobro aber weniger kritisch als bei Schlagzeug.

Was man vermeiden sollte

  • Zu weit weg: Zu große Entfernung vom Instrument führt zu leiserem, unklarerem Klang.
  • Mikrofon berühren: Vermeide es, beim Spielen die Kapsel oder den Mikrofonschaft zu berühren, um Geräusche zu minimieren. 

Blues-Harp mikrofonieren

Um eine Blues-Harp (Mundharmonika) richtig zu mikrofonieren, nutzt man die Hände, um einen geschlossenen Resonanzraum um die Harp zu bilden, was den Sound verdichtet und verstärkt (die Hand-C-Technik), platziert ein Mikrofon oft leicht unterhalb oder direkt vor dem Resonator, um den vollen Klang einzufangen, und experimentiert mit der Nähe, um den gewünschten „wah-wah“-Effekt oder einen klaren Ton zu erzielen, wobei man Druck vermeidet und auf Zwerchfellatmung achtet.

1. Die richtige Handhaltung (Hand-C-Technik)

  • Linke Hand formt ein „C“: Forme mit Daumen und Zeigefinger ein „C“, als würdest du ein Sandwich halten. Lege die Mundharmonika locker dazwischen. Die Zahlen zeigen nach oben. Dies schafft einen Resonanzraum.
  • Rechte Hand schließt den Kreis: Die rechte Hand umschließt die linke Hand und die Mundharmonika, sodass ein möglichst dichter Hohlraum entsteht. 

2. Mikrofonpositionierung

  • Direkt vor dem Resonator: Platziere ein Mikrofon (oft Eins mit Nierencharakteristik) direkt vor der Mundharmonika, etwa auf Höhe der Stimmplatten.
  • Experimentiere mit Abstand:
    • Näher dran: Erzeugt einen volleren, lauteren Sound mit mehr Bässen und dem typischen „wah-wah“-Effekt.
    • Weiter weg: Sorgt für einen klareren, offeneren Klang.
  • Für spezielle Effekte: Beim Beatboxen kann das Mikrofon leicht unter die Harp, um beide Klänge zu erfassen. Bei Trillern das Mikrofon nah lassen und den Kopf bewegen, um Störgeräusche zu vermeiden.

3. Spieltechnik und Sound

  • Zwerchfellatmung: Atme aus dem Bauch für einen wärmeren, volleren Ton. Viel Druck ist kontraproduktiv.
  • Mundstellung (Spitzmund): Bilde mit den Lippen ein kleines „O“ (wie beim Pfeifen), um einzelne Töne zu treffen. Dies erfordert Übung.
  • Hand-Bewegung (Wah-Wah): Öffne und schließe den Hand-C-Raum rhythmisch, während du spielst, um den Ton zu modulieren.

Tipps

  • Nicht verkrampfen: Lockere Lippen und entspannte Hände sind entscheidend.
  • Tiefer ins Instrument: Je weiter die Mundharmonika im Mund, desto größer und wärmer der Ton.
  • Gute Qualität: Eine hochwertige Mundharmonika spricht leichter an und benötigt weniger Kraft.

Banjo mikrofonieren

Um ein Banjo optimal zu mikrofonieren, positioniere das Mikrofon je nach gewünschtem Klang: Für warme Töne etwas tiefer und weiter weg (ca. 30-40 cm) über dem Schlagfell, um Pick-Geräusche zu vermeiden, oder näher am Übergang von Hals und Korpus, um mehr Attack zu bekommen; Ribbon-Mikrofone (wie das Royer 121) sind beliebt, da sie den Klang abrunden, während eine Nahbesprechung (Überbetonung tiefer Frequenzen, wenn ein Mikrofon, besonders ein Richtmikrofon (wie Niere oder Acht), näher an eine Schallquelle gebracht wird nah an der Brücke mehr Punch liefert, aber mehr Geräusche aufnimmt).

Eine gute Praxis ist, mit einem Mikrofon zu beginnen und auch die Akustik des Raumes zu berücksichtigen.

Grundlegende Positionierung

  • Warmer, voller Klang: Platziere das Mikrofon 30–40 cm (12–16 Zoll) vom unteren Teil des Resonanzkörpers entfernt, leicht nach unten gerichtet, weg von der Hand des Spielers, um Pick-Geräusche zu minimieren.
  • Mehr Attack/Durchsetzungskraft: Nähere die Mikrofonspitze in der Nähe des Stegs (Bridge) an, um mehr Präsenz zu erhalten, aber sei vorsichtig, um die Balance zu wahren.
  • Stereo-Aufnahme: Verwende zwei Mikrofone – eines für den Korpus und eines für den Halsansatz (wo Hals und Korpus sich treffen) – oder ein Mikrofonpaar (z.B. ein Paar Ribbon-Mics), um ein breites Stereobild zu erzeugen. 

Spezielle Techniken

  • Clip-Mikrofone: Spezielle Clip-Mikros  können ein kleines Kondensatormikrofon sicher am Instrument befestigen, was ideal für Live-Situationen ist, aber den Klang beeinflussen kann.
  • Mittelpunkt vermeiden: Ziele nicht direkt auf die Mitte des Schlagfells, da dies oft dumpf klingt und zu viele Störgeräusche (Pick Noise) aufnimmt.

Tipps

  • Mikrofontyp: Dynamische Mikrofone sind robust, aber Kondensatormikrofone fangen mehr Details ein, während Ribbon-Mikrofone (wie das Royer 121) den oft scharfen Banjo-Klang wunderbar weicher machen.
  • Phasenkorrektur: Bei Stereomikrofonie (z.B. mit Ribbon-Mics) kann das Umdrehen der Phase eines Mikrofons helfen, Phasenprobleme zu vermeiden oder das Klangbild zu verändern.
  • Raumakustik: Eine „tote“ Raumakustik (wenig Reflexionen) ist oft besser, aber du kannst auch mit Decken oder baffles den Raumklang kontrollieren.
  • Vorbereitung: Stelle sicher, dass das Banjo sauber, neu besaitet und perfekt gestimmt ist, bevor du mit dem Mikrofonieren beginnst, um das beste Ausgangsmaterial zu haben.

Akustik-Bass mikrofonieren

Um einen akustischen Bass optimal zu mikrofonieren, brauchst du ein Mikrofon mit gutem Frequenzgang für tiefe Frequenzen und hohe Schalldruckpegel (SPL), oft ein dynamisches Mikrofon (z.B. Shure SM57/SM7B) oder ein Kondensatormikrofon mit großer Membran, und positionierst es am besten auf den Übergangsbereich zwischen Hals und Korpus (ca. 12.-15. Bund), um einen ausgewogenen Klang zu erzielen, statt direkt ins Schallloch zu zielen, was zu basslastig wäre. Experimentiere mit Abstand und Winkel, um den perfekten Mix aus Wärme, Attack und Klarheit zu finden, oft kombiniert mit einem DI-Signal für maximale Flexibilität.

Mikrofonwahl

  • Dynamische Mikrofone: Robust, gut für hohe SPLs, liefern oft mehr Attack (z.B. Shure SM57/SM7B, EV RE20).
  • Kondensatormikrofone (große Membran): Können tiefe Frequenzen und Details besser einfangen, ideal für einen „boomigen“ Sound, erfordern aber ggf. mehr Abstand (z.B. Neumann U87, AKG C414).
  • Spezialmikrofone: Für Kontrabässe gibt es auch kleine Membranmikrofone oder Tonabnehmer (Pickups), die gut mit dem Korpus harmonieren.

Positionierung (akustische Bassgitarre/Kontrabass)

  • Grundposition (häufigster Startpunkt): Richte das Mikrofon auf den Bereich zwischen 12. und 15. Bund, am Übergang von Hals zu Korpus, um Wärme und Klarheit zu mischen.
  • Mehr Bass/Wärme: Bewege das Mikrofon näher zum Korpus oder leicht zum Schallloch hin (aber nicht direkt hinein, sonst wird es zu dumpf).
  • Mehr Attack/Klarheit: Gehe etwas weiter vom Korpus weg oder erhöhe den Winkel, sodass es mehr auf den Hals zeigt.
  • Abstand: Beginne mit 15–30 cm Abstand und verändere ihn, um den Lautstärkepegel und die Raumanteile zu steuern. Näher = präsenter und direkter, weiter weg = mehr Raumklang. 

Aufnahme-Tipp für maximale Flexibilität

  • DI-Box + Mikrofon: Kombiniere ein Mikrofon mit einem DI-Signal (direkt vom Instrument/Verstärker) zu einer Stereo-Aufnahmespur. Das DI-Signal liefert den Fundament-Bass, während das Mikrofon die natürlichen Obertöne und den Korpusklang einfängt. Du kannst beides mischen, um den perfekten Sound zu kreieren. 

Wichtiger Hinweis

  • Hören ist alles: Die Positionierung ist entscheidend und hängt stark vom Instrument und dem gewünschten Sound ab. Beginne mit den empfohlenen Punkten und verändere alles mit dem Ohr, bis es perfekt klingt